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Mein Fazit nach einem
Jahr www.schwereRanzen.de
-- >
wissenschaftlicher Nachweis und gesunder Menschenverstand 30.8.07
-- > Fehlende Verpflichtung zur
Einhaltung von Richtwerten 30.8.07
-- >
strategische Vorgehensweise
-> zentrale Arbeitsgruppe, die Lösungsmöglichkeiten testet
20.1.2008
-- > haben Publikationen
Auswirkungen ? 30.9.07
-- > Statistische Daten Schüler Schulen
Lehrer 30.9.07
-- > aus Antwortschreiben von
Kultusministerien 28.9.07
-- > Schwere Schulranzen - aktuelle
Situation - Zusammenfassung 21.11.07
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30.08.2007
Seit ungefähr einem halben
Jahr gibt es nun meine webseite. In dieser Zeit habe versucht, an unserer
Schule etwas in Gang zu bringen – mit mäßigem Erfolg.Ich habe Lehrer,
Eltern, Schulbuchverlage, Schulranzenhersteller, Elternzeitschriften,
Politiker und verschiedene Ministerien angesprochen. Und ich habe sehr
intensiv ständig im Internet recherchiert.
WISSENSCHAFTLICHER
NACHWEIS UND GESUNDER MENSCHENVERSTAND
Eine Recherche „schwere
Ranzen“ über Google bringt unzählige Treffer. Dass das Ranzengewicht im
Zusammenhang mit dem Körpergewicht zu sehen ist, ist überall bekannt. Auch
dass es einen Richtwert gibt - maximal 10 bis 12 % des Körpergewichts.
Dieser Richtwert wird von allen Seiten - Ärzten, Gesundheitsministerium,
Krankenkassen, Unfallversicherern bestätigt.
Fast immer wird das
Ranzengewicht im Zusammenhang mit Rückenschmerzen und Haltungsschäden
gesehen. Wissenschaftlich ist dies noch nicht endgültig nachgewiesen bzw.
nicht, ab welchem Ranzengewicht Schäden erwartet werden können. Medizinisch
lässt sich das vielleicht erst mit Langzeitstudien nachweisen – bisher gibt
es sie noch nicht – und in der Medizin findet man in den seltensten Fällen
eine einheitliche Meinung.
Man kann sich jetzt hier
stundenlang streiten, und wird nicht weiterkommen. Ob Rücken- und
Haltungsschäden jetzt eher von schweren Ranzen, von falschen
Tragegewohnheiten, von zuwenig Bewegung, zuwenig Sportunterricht , zuviel
Computer und Fernsehen oder sonst was kommt – sicher spielt alles mit.
Dieses Schlachtfeld sollten
wir verlassen
Schon der gesunde Menschenverstand sagt uns aber, dass für ein 30kg schweres
Kind ein 6-8 kg schwerer Ranzen nicht zumutbar sein kann.
Es zählt hier
allein, dass zu schwere Ranzen für unsere Kinder unzumutbar sind.
PUNKT.
Und dass
Eltern und Schule/Lehrer daran was ändern müssen – hier in der Pflicht sind
PUNKT.
FEHLENDE
VERPFLICHTUNG DER SCHULEN ZUR EINHALTUNG VON RICHTWERTEN
FEHLENDE
VERBINDLICHE RICHTWERTE UND FEHLENDE IST-DATENBASIS
Jedem, der sich mir dem
Thema beschäftigt, ist der Soll-Wert 10-12 % bekannt.
Keine Schule kümmert sich wirklich um diesen Richtwert.
Jedem ist bekannt, dass
die Ranzen viel zu schwer sind .
Jeder schiebt die Schuld
auf den anderen - Lehrer/Schulleitung auf Schüler und Eltern, Eltern
auf Schul/Lehrer.
So kommt keine Lösung
zustande.
Die Schulen müssen in
die Pflicht genommen werden, Lösungen zu finden - wenn nicht freiwillig,
dann muss der Gesetzgeber Vorgaben machen.
Bei Rauchen, Drogen,
Adipositas,... , den Schulthemen, die einem bei Prävention in Schulen sofort
einfallen und die auch grade sehr populär sind, liegt das Problem im
Verhalten der Betroffenen selbst ( vereinfacht gesagt)
Bei der Belastung durch schwere Ranzen liegt das anders. Die Kinder selbst
können nicht entscheiden, was sie für den Unterricht mitbringen müssen -
Bücher, Hefte, Sportzeug,.. - das wird von den Lehren vorgegeben. Und
die Summe der Materialien (nach Stundenplan) bestimmt das (hohe)
Ranzengewicht. Das Problem ist von der Institution Schule, der unsere Kinder
anvertraut sind, verursacht. Und Gesundheitsschäden bei den
"Schutzbefohlenen" werden - trotz Warnung von allen Seiten - billigend in
Kauf genommen.
Der Richtwert "10-12%" ist gut für uns Eltern - individuell für jedes
einzelne Kind - daran können wir uns für unser eigenes Kind orientieren.
Aber für die Schule /
für die ganze Klasse
ist dieser prozentuale
Richtwert nicht ausreichend, nicht konkret genug - denn es muss eine Lösung
gefunden werden, die für alle passt .
Besser wäre - für die Schulen - eine zusätzliche Orientierungsgröße
"Ranzengewicht in kg".
Beim zugrunde zu legenden Körpergewicht kann
man sich auf statistische Daten
beziehen. Aber nicht die Durchschnittswerte je Klassenstufe sind entscheidend,
auch für die leichteren 25 % der Kinder muss es passen. (Statistische Daten
müssten z.B. aus den Schuleingangsuntersuchungen der Schulärzte vorliegen)
Richtgrößen könnte z.B.
sein für zulässiges
Körpergewicht Ranzengewicht
1. und 2. Klasse 20 bis 25 kg 2,5 kg
3. und 4. Klasse 25 bis 30 kg 3,0 kg
5. bis 6. Klasse 30 bis 35 kg. 3,5 kg
Diese
Richtgrößen in kg müssten von den
Kultusministerien konkret für die einzelnen Klassenstufen festgelegt
werden! Oder vom Gesundheitsministerium empfohlen werden. Oder von beiden
Ministerien ressortübergreifend.
Das gibt es bisher nicht! Nur der Richtwert „10 % des
Körpergewichts“ ist für Vorgaben an die Schule nicht konkret genug.
Diesem Richtwert gegenüber
stehen aktuell nur vereinzelte Ranzen-Wiegeergebnisse von Eltern und Schulen
bzw. aus einer medizinischen Studie.
Und diese Ergebnisse sind alle - ohne
Ausnahme - erschreckend !!
Es gibt keinen einzigen "Ranzen-TÜV", bei
dem der Richtwert auch nur annähend eingehalten wurde.
Aber es passiert trotzdem so gut wie nichts.
Es gibt aber auch keine Zahlen von offizieller Stelle (sprich: Ministerien),
keine Erhebungen, keine Stichproben.
Das Ranzengewicht muss
differenziert betrachtet werden. Es
wird beeinflusst vom
Eigengewicht des Ranzens (ca. 1000 bis 1500 g, leichter geht es leider
nicht) und vom Inhalt. Unbedingt notwendig beim Inhalt von Seiten der
Kinder/Eltern sind z.B. aber Vesper, Getränk, Mäppchen (zusammen ca.
1000 bis 1500 g). Es lässt sich nicht bestreiten, dass manchmal der Ranzen
suboptimal von den Kindern gepackt ist und auch einmal Dinge enthalten sind,
die nicht nötig sind. Das ist aber eher die Ausnahme.
also: das Eigengewicht
des Ranzens können wir nicht ändern, ohne Ranzen geht es nicht; ohne
Mäppchen, Getränk, Pausenbrot - geht auch nicht. Das ist auch sehr
individuell .
Wo also kann man was machen ? organisatorisch ? für alle ?
Für den größten Teil des
Ranzeninhalts ist die Schule / sind die Lehrer verantwortlich – nämlich für
das Material, das zum Unterricht mitgebracht werden muss -
Bücher, Hefte, Schnellhefter mit Kopien, ..
Und das
kann unabhängig vom individuellen Packverhalten objektiv ermittelt
werden. Denn dieses Material ist für alle Kinder einer Klasse gleich!
Ich habe in dem letzten
halben Jahr auch bei intensivsten Recherchen zum Thema keine öffentliche
Stelle gefunden, die die Schulen bzw. das Kultusministerium ernsthaft
in die Pflicht nimmt, auch ihnen Verantwortung für die schweren Ranzen gibt
und Lösungen von ihnen fordert. Immer wird bisher die Verantwortung auf
Kinder und Eltern abgeschoben.
Es gibt keine
Veröffentlichung, die die Summe der Schulmaterialien kritisch unter die Lupe
nimmt. Dieser Faktor wird anscheinend als gegeben und nicht beeinflussbar
angesehen. Und doch ist es der entscheidende Punkt .
(mir scheint, bei allen Veröffentlichungen schreibt seit Jahren einer
vom anderen nur ab - es finden sich fast überall die gleichen Aspekte, die
gleichen Formulierungen. Antworten von Kultusministern auf Anfragen an den
Landtag sind z.T. wortwörtlich aus Jahre alten Broschüren übernommen)
Es scheint eigentlich
unmöglich, den Richtwert einzuhalten - die Quadratur des Kreises.
Und trotzdem muss im Interesse der Kinder eine Lösung gefunden werden.
Nur pauschale Aussagen
führen nicht weiter. Aber wenn es keine konkrete nachvollziehbare
Datenbasis gibt, dreht man sich im Kreis – an den Schulen und bei den
Ministerien.
Um die Einschätzung der Lage abzugeben und als Einstieg (Erstaufnahme) ist
es wichtig, dass jede Schule und übergeordnet die Ministerien umfassende Daten
über die "Beladung mit Schulmaterialien" übergreifend über
Klassenstufen, eventuell Schularten und Länder ermitteln und auswerten. Der
Richtwert (kg Ranzengewicht je Klassenstufe) muss flächendeckend mit dem IST – Gewicht verglichen werden – jede Schule, jede Klasse.
(Der Aufwand ist für die Schulen gering - pro Klasse max. 1 Stunde -
Klassenlehrer oder Schüler selbst ( s. Wiegezettel bei Materialien) . Auch
die Datenerfassung und -auswertung landesweit ist mit relativ einfachen
Mitteln schnell möglich - Kalkulationsprogramme / Datenbanken / spezielle Auswertungsmodule etc.)
Aber Vorsicht: ein
Durchschnittswert über die ganze Klasse bzw. die ganze Woche ist nicht unbedingt aussagefähig.
Bei Kinder zwischen 10 und 12 Jahren ist die Streuung
Körpergröße/Körpergewicht sehr sehr groß. Das Problem schwere Ranzen
betrifft aber v.a.die kleinen, leichten Kinder.
Wir nur ein Durchschnittswert über alle Kinder / alle Ranzen gerechnet, dann
wird das Missverhältnis Körpergewicht/Ranzengewicht für diese Gruppe total
verschleiert.
Auch schwankt das
Ranzengewicht von Wochentag zu Wochentag in Abhängigkeit vom Stundenplan
stark.
Deshalb sollte an
allen Tage gewogen werden.
Hat die Klasse an einem Tag Deutsch, Mathe und Englisch, kommen
schnell 8 kg zusammen. Steht auf dem Stundenplan Kunst , Religion und
Geschichte, dann kann man auch mal 4 kg auf dem Rücken haben. Haben
die Kinder an 3 Tagen zu schwere Ranzen und an 2 Tagen leichte, dann wäre
das Durchschnittsergebnis, dass die Ranzen o.k. sind.
Jeder wird dann die
Zahlen wieder seinem Ziel entsprechend interpretieren.
Trau keiner Statistik, ....
Liegen erst einmal valide Daten auf dem Tisch, dann braucht man sich nicht mehr
über die Fakten zu streiten
und kann die Energie darauf verwenden, Lösungen zu suchen und zu
realisieren. Erst detaillierte SOLL-IST-Vergleiche zeigen individuelle
Lösungsmöglichkeiten auf. Die Auswirkung von Lösungsmöglichkeiten lassen
sich damit auch quantifizieren – Ausreden und gegenseitige Schuldzuweisungen
sind nicht mehr möglich Jede Schule kann ihre individuelle Lösung suchen. Man
kann ohne Vorwürfe gemeinsam an der Lösung
arbeiten – jeder seinen Part – Schule, Lehrer, Schüler, Eltern,
Kultusministerium, Schulbuchverlage....
Aber: das Ziel muss „von oben“ vorgegeben sein - und auch kontrollierbar
sein.
Es darf für die Schulen nicht auf freiwilliger Basis ablaufen – sonst
passiert nichts bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Denn auch die Lehrer setzen
ihre Prioritäten – und schwere Ranzen rangieren nicht sehr weit vorne.
Ganz wichtig ist es, die
Schulranzengewichte für jede Klassenstufe einzeln zu diskutieren. Bisher ist
das viel zu undifferenziert. Grundschule und weiterführende Schulen (bzw.
Klasse 5, 6 und 7) sind nicht vergleichbar.
Hilfreich dazu wäre ein
Ansprechpartner bzw. ein kleines Team (Lehrer/Eltern) in jeder Schule. Auch
so was gibt es bisher nirgends.
Es hilft nicht
weiter, nur auf das Problem hinzuweisen.
Es helfen
auch keine kurzfristigen Einzelfalllösungen - viel zu viele Kinder sind
davon betroffen.
Wir brauchen
konkrete verbindliche Richtwerte für die Schulen generell.
Es müssen von
Schule und verantwortlichen Behörden differenzierte Daten eingefordert werden.
Eltern und Kinder müssen die Einhaltung der Richtlinien bei den Schulen
einfordern können.
Doppelte Büchersätze - es wäre einen Versuch wert -->
dopp.Büchersatz
Gabi Stas
30.08.2007
Viele Ideen, die sie auf
meiner webseite finden, sind nicht neu.
Beim Recherchieren stoße ich immer wieder auf alte und neue Berichte.
Aber da nichts vernetzt ist - nirgends - fängt jeder wieder an, das
Rad neu zu erfinden.
Warum müssen in den Schulen
immer die Eltern die Ranzen-Aktionen initiieren ?
Ganz selten findet man mal eine Aktion, die von der Schule angestoßen wurde.
20.1.2008
▲ nach oben ▲
strategische Vorgehensweise
-> zentrale Arbeitsgruppe, die Lösungsmöglichkeiten testet
Auch eine Richtlinie alleine
wird nicht viel bringen, wenn die Schulen dann wieder auf sich alleine
gestellt sind.
Eine effektive Strategie muss her.
Es müsste von Kultusministerium bzw. von den übergeordneten Schulbehörden
ein effektive kleine Arbeitsgruppe eingesetzt werden. Wichtig ist, dass sich
kompetente und unabhängige Leute hauptberuflich schwerpunktmäßig damit
beschäftigen, nicht nur nebenher. Alternativen müssen durch dieses Gremium
vor Ort an einigen Schulen getestet werden. Alle Schulen müssen informiert
werden, dass solche Pilotprojekte laufen.
Das Kultusministerium könnte
die Schulen bitten, sich als Testschulen zur Verfügung zu stellen.
Lehrer und Schulleitung sind
auch nicht die Fachleute, um etwas neu zu organisieren. Und ehrenamtliche
Eltern auch nicht. Alleingestellt würde
jede von den tausenden Schulen versuchen, das Rad wieder neu zu erfinden.
Das ist keine effektive, keine wirtschaftliche, keine professionelle Vorgehensweise, es
würden an den Schulen viele Ressourcen - viele Stunden und viel Energie -
verschleudert werden; da das auch alles zusätzlich nebenher laufen müsste,
würde es unheimlich lange dauern.
Also - eine effektive, kleine, unabhängige, hauptberufliche Fachgruppe als
Vorreiter mit klaren Zielen und einem ehrgeizigen Zeitplan.
Dann können den Schulen schnell erprobte Lösungsansätze angeboten werden mit
Einführungsunterstützung.
Man muss den Schulen konkret zeigen, was geht und wie es gemacht werden
kann.
Nicht nur Vorschriften machen, sondern konkrete kompetente
Unterstützung anbieten !!
Das Kultusministerium steht hier in der
Pflicht, es darf die Schulen nicht alleine lassen mit den Problemen.
Den Personalkosten für diese
Arbeitsgruppe muss man die ersparten Kosten an den Schulen und auch die
Zeitersparnis gegenüberstellen ( und auch nichtmonetäre Auswirkungen - kein
Frust, Zufriedenheit !) .
Das rechnet sich sehr schnell.
Weitere Möglichkeiten wären
noch, diese Arbeitsgruppe aus einer Stiftung heraus zu finanzieren (Bertelsmann
Stiftung, Anschub.de, Kinderland Baden-Württemberg, .....) , oder auch mit
Beteiligung der Krankenkassen oder des Gesundheitsministeriums. Allerdings
muss das Kultusministerium zu 100 % dahinter stehen und dies unterstützen.
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30.09.07
▲ nach oben ▲
Haben Publikationen, vereinzelte Ranzen-TÜVs und
sporadische Schulung von Lehrern
letztendlich Auswirkungen im realen Schulbetrieb ?
Was kommt am Ende an ?
-> Erfolgskontrolle !!!
Flyer , Hinweise, Broschüren , .... gibt es seit
Jahren - immer dasselbe.
Geändert hat sich dadurch überhaupt nichts.
statistische Daten - allgemeinbildende Schulen ( Klasse 1 bis 13 )
|
|
Jahr |
Anzahl Schulen |
Klassen |
Lehrer |
Schüler insg |
neu
eingeschult |
|
NRW *) |
06/07 |
6.310 |
|
149.290 |
2.256.639 |
|
|
Bayern *) |
05/06 |
4.104 |
63.758 |
83.401 |
1.472.439 |
|
|
BaWü
*) |
05/06 |
3.819 |
51.410 |
ca. 95.000 |
1.212.992 |
ca. 110.000 |
|
Nieders *) |
Sept 06 |
3.943 |
|
71.722 |
982.791 |
|
|
Hessen *) |
2006 |
1.878 |
|
46.619 |
694.535 |
|
|
RLP *) |
06/07 |
1702 |
19.782 |
34.563 |
482.946 |
|
|
Berlin*) |
06/07 |
801 |
|
27.437 |
339.663 |
24.208 |
|
Sachsen *) |
06/07 |
1.521 |
|
31.684 |
321.472 |
31.411 |
|
SLH *) |
02/03 |
1302 |
14.332 |
11.925 |
326.466 |
|
|
Brandenb *) |
06/07 |
905 |
|
20.112 |
233.604 |
20.958 |
|
Thüringen |
06/07 |
933 |
|
|
183.740 |
16.926 |
|
SachsAnh*) |
06/07 |
|
|
|
201.590 |
18.326 |
|
Hamburg *) |
05/06 |
832 |
6.862 |
|
181.830 |
|
|
Meckl.VP*) |
2006 |
627 |
|
12.282 |
145.182 |
11.670 |
|
Saarland *) |
05/06 |
314 |
4.821 |
ca. 7.500 |
114.339 |
|
|
Bremen *) |
2006 |
|
2.932 |
5.424 |
71.955 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
BRD ca.
gerundet |
|
30.000 |
400.000 |
650.000 |
9.000.000 |
850.000 |
*)
Quelle Statistische Landesämter
davon Zielgruppe für die Problematik schwere Schulranzen
(nach meiner groben Schätzung)
Baden-Württemberg
BRD
ca. 55 - 60 % der Schüler (Klasse 1 bis 7)
-> ca. 670.000 Schüler -> ca. 5.000.000 Schüler
(Ø 2 Schulkinder
pro Familie)
-> ca. 350.000 Eltern/Familien -> ca.2.500.000
Eltern/Familien
ca. 70 % der Klassen
-> ca. 36.000 Schulklassen -> ca. 280.000 Schulklassen
ca. 90 % der Lehrer
-> ca. 85.0000 Lehrer
-> ca. 580.000 Lehrer
ca. 90 % der Schulen
-> ca. 3.400 Schulen
-> ca. 27.000 Schulen
Man muss alle Schulen / alle Lehrer / alle Eltern / alle Schüler
der betroffenen Klassen mit
der Information und den Maßnahmen erreichen.
Eine einzige Info an Eltern zur Einschulung reicht nicht aus.
Ranzen-TÜV
Ranzenaktionen in 100 Schulklassen reichen nicht aus, wenn man z.B. in BaWü
in der betroffenen Altersklasse - grob geschätzt - ca. 36.000 Klassen hat.
Publikationen / Flyer / Newsletter
Wie viel % der Eltern und Lehrer wird durch die Publikationen der
Kultusministerien erreicht ?
(ich schätze , das liegt im einstelligen Bereich. In BaWü erfolgt die Info
der Eltern über einen mehrseitigen Newsletter, den aber vermutlich nur ein sehr
geringer Teil der Eltern abonniert )
Wie viele lesen die Berichte ?
Wie viele setzen die Information letztendlich um ?
Wie viele Eltern und Lehrer werden durch die Broschüren der
Unfallkassen, Krankenkassen, ... erreicht ?
im Promillebereich ??
Diese Broschüren müssen i.d.R. speziell angefordert werden
Wie viele Millionen Familen haben wir in Deutschland, die das jährlich
betrifft ?
Wie viel Tausende Lehrer ?
(Der Flyer der Unfallkassen, der sehr oft genannt wird, ist z.B. Stand April
2001, der dort abgebildete Ranzen ist ein Uraltmodell und scheint vor 30
Jahren modern gewesen zu sein. So groß scheint die Verbreitung der
Infobroschüre also nicht zu sein) s. Links
Meiner Meinung nach wird die Wirksamkeit solcher Publikationen maßlos
überschätzt.
Sie sind ein Mittel, um zu sensibilisieren - im Einzelfall, aber nicht in
der Breite
Auch Internetauftritte, Newsletter, Hinweise in Zeitschriften bringen m.E.
sehr wenig, was an Aktionen wirklich bei Schule und Schülern ankommt. Das
sind alles Informationen mit Holschuld - nur die, die sowieso
besonders daran interessiert sind, holen sich diese Informationen selbst.
Zu einem großen Artikel "Schulranzen sollen
künftig leichter werden" auf der Baden-Württemberg-Seite mehrerer
Tageszeitungen (Auflage ca. 150.000) wurde als weitere Informationsquelle
www.schwereranzen.de angegeben.
Auf dieser Webseite erfolgten am Erscheinungstag des Artikels und am
Folgetag weniger Aufrufe als die Tage zuvor. Die Zugriffe, die aufgrund des
Artikels erfolgen, lassen sich an zwei Händen abzählen. Schon das Interesse,
sich von sich aus näher zu dem Thema zu informieren, geht gegen Null.
Schulung von Lehrern zu diesem Thema
/ Aktionen in Schulen
wie viele Lehrer werden im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen aktiv
geschult ? wieviel ‰ ?
An wie vielen Schulen / in wie vielen Klassen finden Aktionen statt ?
wieviel ‰ ?
Und jedes Jahr kommen neue Klassen
(Einschulung) und neue Lehrer hinzu.
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28.9.2007
▲ nach oben ▲
Alle Bundesländer haben
dieses Thema bisher vernachlässigt -
viel mehr als unverbindliche Hinweise gibt es nicht
dazu aus Antwortschreiben,
in denen mir mitgeteilt wird, was sich an Initiativen/Maßnahmen in den
Bundesländern so tut:
von Kultusministerien verschiedener Bundesländer, z.B. Bayern, NRW, Hamburg,
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Hessen, Hamburg
- die AOK bietet einen Schulranzen-TÜV
- die Unfallkasse informiert ( Hinweis auf Flyer, der bei der Unfallkasse
bestellt werden kann
- die Landesvereinigung Gesundheit e.V. unterstützt Aktivitäten zur
Haltungsschulung, Bewegungsförderung, Schulranzenproblematik
- Verlage wurden darauf hingewiesen, Gewicht möglichst gering zu
halten – allerdings muss neben Gewicht auch die Haltbarkeit und
übersichtliche Darstellung beachtet werden.
- Lehrkräfte berücksichtigen das Gewicht der Schultasche bei der
Organisation des Unterrichts (??)
- wir empfehlen, das Thema mit dem Klassenlehrer anzusprechen
- Schulranzen-TÜV an mehreren Schulen
- In Lehrer-Eltern-Gesprächen sollten Lösungswege gefunden werden
- In Fortbildungsveranstaltungen Gesundheitsfördernde Schule werden
Lehrkräfte über die Gewichtsempfehlungen informiert.
- Hinweis auf Broschüren der Unfallkasse und der Krankenkassen.
- das Bildungsministerium ist seit Jahren an dieser Thematik interessiert
und weist in vielen Fortbildungsveranstaltungen auf die Bedeutung der
präventiven Arbeit in der Gesundheitserziehung unserer Kinder hin
- Aktion der Barmer EK und des Schulministeriums: an einer Grundschule
wurden zum Schuljahresanfang Ranzen gewogen und mit dem Körpergewicht
verglichen
- Kaum lösbare Fragestellung
- Leider finden sich gegen nahezu alle Vorschläge, die wir unseren Schulen
auch schon mitgeteilt haben, irgendwelche Einwände.
- Bei unseren Projekten der \"Bewegten Schule\" und Anschub.de werden solche
Fragen thematisiert.
- Ihrer Informations- und Beratungsarbeit weisen KuMi und ihre
Dienststellen die Schulen auf die Problematik schwerer Ranzen hin. So
wird im Rahmen des Internetauftritts „Gesundheitsförderung“ des
Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung daran erinnert,
dass Schulranzen nur 10 Prozent des Körpergewichts der Kinder wiegen
sollten.
- Hinweis auf die von der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung herausgegebene Publikation „gesund und munter_ Heft 10:
Haltungsschäden vorbeugen“
Bundesgesundheitsministerium :
- Hinweis auf eine Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung für Lehrerinnen und Lehrer – auf Anforderung
- Im Rahmen von Elternabenden haben Eltern die Möglichkeit, auf Lehrer
und Schulleitung einzuwirken
Organisation des Schulwesens ist Ländersache , deshalb ist das BMG nicht
zuständig
____________________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________________
21.11.07
▲ nach oben ▲
Schwere Schulranzen -
aktuelle Situation - Zusammenfassung
-
ein Problem in allen
Schulen von Klasse 1 bis 6 (eventuell auch 7) – bundesweit
-
betroffen
sind alle Schüler, ganz besonders aber die kleineren bzw. leichtgewichtigen
Kinder
-
es gibt nur eine
unverbindliche Richtlinie, die das Verhältnis von Körpergewicht und
Schulranzengewicht
festlegt. (10 bis 12 % des Körpergewichts)
-
Für einen großen
Teil der Kinder dürfte es nach SOLL - Richtwert so aussehen
Klasse Körpergewicht Schulranzengewicht
1 und 2 +- 20 bis 25
kg 2,4 bis 3 kg
3 und 4 +- 25 bis 30 kg
3 bis 3,6 kg
5 und 6 +- 30 bis 35 kg 3,6 bis 4,2 kg
-
Bei
Ranzen-Wiege-Aktionen werden sehr oft Ranzengewichte von 6 bis 8 kg, auch
bis 10 kg
und mehr ermittelt
-
Das Gewicht
wird v.a. verursacht durch die Schulmaterialien (Bücher, Hefte)
Eine entscheidende Gewichtsreduzierung ist nicht
möglich bei Eigengewicht der Ranzen,
Grundausstattung (Mäppchen etc.), Pausenbrot und
Getränk.
-
Weder Eltern
noch Lehrer/Schulleitung sind sich dieser Belastung bewusst
(vergleichbar für Erwachsene wären
Taschengewichte von 15 bis 20 kg !! )
-
Die Schüler
jammern selten, weil sie es einfach nicht anders kennen
-
Für die Eltern ist
es ein temporäres Problem, das sich ab der 7. / 8. Klasse erledigt hat.
-
Für eine
Lösung müssen alle Beteiligten (Schule, Lehrer, Eltern, Schüler)
zusammenarbeiten,
nicht gegeneinander
-
Schließfächer
und Doppelstunden (weiterführende Schulen) entschärfen das Problem etwas,
lösen es aber nicht. Auch hier gibt es noch
Gewichte von 6 bis 8 kg zzgl. Sporttasche.
-
Jede Schule
müsste eine IST-Aufnahme ihrer speziellen Situation machen ;
Es ist wichtig, das Bewusstsein dafür bei
allen Beteiligten zu entwickeln
-
Je nach
Stundenplan kann das Gewicht pro Wochentag und Klasse stark variieren.
-
Unfallversicherer, Krankenkassen, Ärzte warnen permanent vor
gesundheitlichen Problemen
-
Kultusministerien
und Schulärzte kennen das Problem genau.
-
Es gibt für
Schüler – im Gegensatz zur Arbeitswelt – keine Schutzbestimmungen;
Schutzbestimmungen für Praktika, Jobs,
Ausbildung gibt es in der Kinderarbeitsschutzverordnung
(12 bis 15 J) und im Jugendschutzgesetz
(ab 16)
max. 7,5 kg Tragen und Heben
-
Es gibt keine
umfassende Datengrundlage (in Baden-Württemberg)
-
Es gibt in
Baden-Württemberg kein „öffentliches“ Angebot zum „Ranzen-TÜV“ ( im
Gegensatz zu
einigen anderen Bundesländern
(Gesundheitsministerien, AOK, Kultusministerien in Hessen,
Saarland, Sachen-Anhalt )
-
Das Problem kann
nicht mit Einzelaktionen von einzelnen Eltern gelöst werden
-
In BaWü gibt es ca.
600.000 Schüler in den betroffenen Klassen 1 bis 6,
36.000 Schulklassen, 3.400 Schulen, 85.000 Lehrer
▲ nach oben ▲
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