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Ein
optimales Ranzengewicht muss erreicht werden
- für alle Kinder -> man muss
sich an den leichten Kindern orientieren
- an allen Tagen -> da hilft nur: Bücher
müssen raus aus den Ranzen !!
deshalb:
Lösungsvorschlag
Doppelte Büchersätze
Das Problem ist
nicht die Finanzierung, sondern die Bereitschaft der Lehrer, dies intern zu
organisieren .
Wir brauchen innovative Schulen, die es ausprobieren.
Doppelte Bücher können
- für jede Klasse bzw. jeden
Schüler angeschafft werden -> relativ teuer
oder
- ein zweiter Büchersatz gemeinsam für alle
Klassen einer Klassenstufe
( insbes. ab Klasse 5)
-> diese
Lösung kann mit vertretbarem finanziellen Aufwand realisiert werden !
Prinzip:
Ein zusätzlicher
Satz Bücher pro Klassenstufe und Fach wird angeschafft
Diese Bücher werden im Fachraum oder
in einem günstig gelegenen Raum oder Schließfach in unmittelbarer
Nähe der Klassenzimmer für alle Klassen bzw. Lehrer zugänglich gelagert.
Zum Unterricht werden die Bücher verteilt und dann wieder eingesammelt
dazu braucht man
- einen Satz Bücher je Klassenstufe ( z.B. für 4 Klassen)
- ein für alle diese Klassen zugänglichen Lagerplatz für die Bücher:
Regal im Fachraum, Schließfach / Spind vor
den Klassenzimmern, in Fachräumen oder einem günstig gelegener Raum
- zum Lagern der Bücher bzw. Transport zwischen den Klassenzimmern:
Ranzen-Trolleys, Pilotkoffer-Trolleys,
Kisten-Transport-Trolleys ( Kosten ab 20 € pro Stück).
Musterrechnung Kosten
Annahme: 4 Parallelklassen je Klassenstufe nutzen jeweils diese Bücher ,
d.h. bei einer Klassenstärke von 30 Schülern
je Klasse wären das für 5., 6. und 7. Klasse 360 Schüler, denen
die Bücher pro Schuljahr zugute kommen.
Ein Büchersatz (30 Bücher) kostet ca. 500 bis
600 Euro, Nutzungsdauer mind. 5 Jahre , 120 Schüler
je Stufe
Klasse 5 5 Bücher: D, E, M, B, EK
ca. 3.000 € pro Schuljahr 600 €
pro Schüler 5,00 €
Klasse 6 7 Bücher D, E, M, B, EK,
F, Ge ca. 4.000 €
pro Schuljahr 800 € pro Schüler 6,70 €
Klasse 7 8 Bücher D, E, M, B, EK,
F, Ge, Ph ca. 4.500 € pro Schuljahr
900 € pro Schüler 7,50 €
um für Klasse 5 , 6 und 7 einen doppelten
Büchersatz zu haben, benötigt man pro Jahr 2.300 Euro
Kosten 2.300 Euro je Schuljahr, 360 Schüler, -> pro Schüler und
Schuljahr reichen 6,50 Euro aus , um den Ranzen
bücherfrei zu bekommen.
Ein weiter Vorteil bei diesem zusätzlichen Büchersatz wäre auch noch, dass
die Bücher
gut erhalten bleiben. Hier wäre sogar Einsparungen zu erwarten , da keine
Ersatzbeschaffungen
mehr notwendig sind. Bücher, die jetzt 3 oder 4 Jahre in Gebrauch sind,
sehen manchmal wirklich schlimm aus.
Außerdem einmalige Anschaffung von Trolleys und Spinden
Finanzierung
Förderverein, Elternbeiratskasse, Schulfeste, Schuletat, Sponsoren,
Fördermittel für Pilotprojekte, Einnahmen aus Schließfachvermietung, ....
Diese Kosten könnten auch von den Eltern getragen werden - 6 Euro pro
Schuljahr und Kind, aber dafür keine
Bücher mehr schleppen - das wäre
es sicher allen wert !
(in vielen Schulen zahlen die Eltern pro Schuljahr 20 Euro und mehr
für Schließfächer, die das Problem entschärfen,
aber nicht lösen. Ein doppelter Büchersatz wäre die bessere Lösung)
Das wahre Problem: interne Organisation
Das
Ganze scheitert aktuell nicht an den finanziellen Mitteln , sondern daran,
dass die Lehrer/Schullleitung nicht
ohne Weiteres bereit sind, etwas Neues zu organisieren.
Denn:
Die Bücher müssen zu Beginn der Schulstunde ausgeteilt und am Ende wieder
eingesammelte werden
Argument der Lehrer: "dazu habe ich keine Zeit".
Aber die Schulleitung könnte dies festlegen und die Lehrer anweisen.
Braucht man wirklich so viel Zeit dazu ?
Man muss verschiedene organisatorische Lösungen ausprobieren.
Ist es nicht ein paar Minuten wert, die Kinder von ihren schweren Ranzen zu
entlasten ?
Auch die Lehrer haben eine Verantwortung gegenüber den Schülern.
Ist uns die Lösung eines scheinbar unlösbaren Problems nicht zwei Minuten
wert ?
Wie viel Zeit wird mit ständigen Diskussionen darüber verschwendet ?
( liebe Lehrer, nehmt ab und zu mal einen Ranzen in die Hand !!! )
Es muss auch nicht der Lehrer selbst die
Bücher verteilen; die Schüler selbst könnten das tun
-> wechselnder Bücherdienst , je Bankreihe, je Tischgruppe, ...
Bisher funktioniert es doch auch schon in manchen Fällen, z.B. bei Atlanten
und Bibeln. Warum also nicht auch bei
anderen Büchern ?
Raumverteilung
da die Bücher von mehreren Klassen
genutzt werden, sollten die Klassenzimmer einer
Klassenstufe
möglichst alle nebeneinander auf einem Flur sein !
-> bei der Raumverteilung beachten
Überscheidungen beim Stundenplan:
Es ist nicht einfach, den Stundenplan für eine ganze Schule zu erstellen.
Deshalb kann es immer mal wieder zu Überschneidungen
von Fächern bei den Parallelklassen kommen.
Wenn nur ein Büchersatz
vorhanden ist , muss eine Klasse Bücher von zuhause mitbringen. Dies kann
aber von vornherein so abgesprochen werden. Man muss die Stundenpläne
anschauen, welche Klasse an
diesem Tag am wenigsten belastet ist.
Oder Büchersharing an diesen Tagen: Ein Buch für 2 Schüler
Eine 100%-Lösung wird man nicht erreichen. Aber eine 80%-Lösung wäre schon
ein Riesenerfolg.
Stundenplanänderung:
einen Vorteil könnte es auch bei kurzfristigen Stundenplanänderungen geben:
ein Büchersatz wäre ggf. in der Schule verfügbar
ALL
DIES LÄSST SICH
ORGANISATORISCH REGELN !!!
Wir brauchen Pilotschulen, die es ausprobieren !!
Wir brauchen einen Ideenwettbewerb !!
Wo ist das Land der Ideen ?
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anderes Modell:
Verleih zusätzlicher Bücher gegen Gebühr
Zusätzliche Bücher werden angeschafft ( Schule, Elternbeirat, Förderverein)
Gegen einen Beitrag von 5 Euro pro Schuljahr und Buch werden sie an die
Schüler ausgeliehen
Nach 4 Jahren sind die Bücher die refinanziert. Vor allem interessant für
Bücher der Hauptfächer
Jeder Schüler muss dann ein Schließfach in der Schule haben
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Die Lösung - ein 2. Büchersatz - wird von
manchen Eltern schon mit Erfolg praktiziert (bisher meist auf eigene Kosten
angeschafft). In Kombination mit Ausräumen der Sammelmappen und
Schnellhefter, einem Schließfach in der Schule und Doppelstunden erreicht
man das Ziel. Die Kinder sind dann auch sensibilisiert für ein
optimales Ranzenpacken und Rücken schonendes Trageverhalten. Dass das Ziel -
max. 12 % - erreicht wird , lässt sich per Waage zu beweisen.
Anders als bei den seit Jahren erfolglos gepredigten "Erfolgsrezepten" von
Schule und KuMi ( zu zweit ein Buch, Eltern packen, Schüler sind
selbst schuld) .
Die Herausforderung ist es jetzt, das
Erfolgsrezept in der Breite mit akzeptablem organisatorischen und
finanziellen Aufwand für Lehrer, Schule, Schüler und Eltern umzusetzen
Es gibt Lösungen !!
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